Weihnachtsgeschichte 2015 - Canela

Als kleiner Welpe für viel Geld verkauft, kam Canela zu einem Jäger, der aus ihr eine Meisterin machen wollte, dafür hatte er ja schließlich bezahlt und damit sie ihm niemand stehlen konnte, schnitt er mit einem Messer tiefe Ritzen in ihre Ohren.

Somit wurde Canela auf die Jagd geschickt, aber es gab nichts zum jagen, sie suchte an jeder Ecke und kam jedoch ohne Trophäe zurück.

Der Besitzer von Canela hatte kein Verständnis für diese "schlampige Arbeit", wütend und seines Geldes betrogen setzte er sie bei seinem Onkel aus.

Nun war Canela an einer Kette gefesselt, an einem Ort wo sie nur das Licht des Tages oder die Sterne der Nacht erblicken konnte, da lebte Canela dahin, Tag für Tag und Nacht für Nacht. Ob sie sich jemals gefragt hat, was ihr Leben überhaupt für einen Sinn hat?

Dann kamen sie einmal in der Woche fremde Menschen besuchen, sie wurde gestreichelt, und leise und sanft redeten sie mit ihr. Dieses Gefühl der Geborgenheit kannte Canela bisher nicht, aber es tat ihr gut. Diese Wärme der Liebe gab ihr Kraft und wenn die Nacht über sie kam, schlief sie in in dieser Geborgenheit ein und träumte von einen Leben der Liebe.

Wie die Geschichte von Christian Andersen und dem kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzern endet auch diese traurige Geschichte von Canela.

http://www.sagen.at/texte/maerchen/maerchen_daenemark/maedchen_schwefelhoelzer.html

Canela träumte sich in ein besseres Leben aber nur für eine kurze Zeit durfte sie Liebe und Geborgenheit erleben. Die vielen Jahre schlechte Haltung und Ernährung hatten ihren Körper vergiftet. Als sie endlich gerettet werden konnte, war es schon zu spät, Canelas Leber war zerfressen und wir mussten sie einschläfern lassen.

In Gedenken an sie widmen wir ihr unsere diesjährige Weihnachtsgeschichte.