Lorena war ein Traum

Liebe Lorena,

über dich gäbe es so viel zu sagen: Sanftmut ist aber auf jeden Fall das erste Wort, was mir bei dir einfällt. Vor gut vier Jahren kamst du als Pflegehund zu uns: alt, mit einem schon damals inoperablen Krebs physisch und psychisch erschöpft. Vom Jäger verbraucht und weggeworfen, in der Tötung auf Fuerte gelandet, von der Tierhilfe Fuerteventura gerettet und bei Familie Wittwer (Finca Esquinzo) betreut bis du zu uns kamst. Deine vorbehaltlose Liebe und dein Vertrauen von Anfang an waren so enorm, dass es mir bisweilen die Sprache verschlug. Es ist wird mir immer ein Rätsel bleiben, wie Persönlichkeiten wie du dermaßen viel davon geben können, nachdem sie mehr als ein halbes Hundeleben lang nur die hässliche Seite der Menschheit sehen durften.
Jeden Morgen standst du hinter mir und hast mir auf deine eigene Art und Weise begrüßt. Nur ganz leicht den Kopf von hinten an meine Beine gedrückt, bis ich mich umgedreht habe, um dich zu streicheln. Überhaupt warst du immer irgendwie direkt neben oder hinter mir. Niemals hast du über irgendetwas deinen Unmut bekundet oder dich mit irgendjemandem gestritten - wir haben nie erfahren, wie deine Stimme klingt. Alle hier haben dich sofort respektiert und deine ruhige Ausstrahlung genossen. Unmöglich, dich nochmal umziehen zu lassen. Dies hier war dein Zuhause.

Ich danke dir für diese Jahre - es war mir eine große Ehre, dich bei uns gehabt zu haben.
R.I.P.
Danke auch nochmal an Heike Ebert und der Familie Wittwer, ohne die dieser wirklich besondere Hund nie gerettet worden wäre!

Deine Regine