Johnny (the) Walker

So kam Johnny im Jahr 2007 kurz vor Weihnachten zu uns auf die Finca und hatte Glück, bereits nach kurzer Zeit in eine Pflegestelle ausfliegen zu können.

Noch größeres Glück war, dass seine Pflegeeltern ihn so sehr ins Herz schlossen, dass sie ihn bis zu seinem letzten Tag nicht mehr hergegeben haben.

Der Nachruf seiner Pflegeeltern spricht für sich und hat beim Team der Finca Esquinzo
für reichlich Tränen gesorgt.

Er war ein abgewrackter Strassenköter. Kaum Fell, voller Flöhe und dünn wie eine Ratte, als er bei uns ankam. Ein rotzfrecher Terrier, der es mit jedem x-beliebigen Artgenossen aufgenommen hat - ob es "notwendig" war, oder auch nicht. Ich erinnere mich an eine Auseinandersetzung mit einem Mastino - Hunderunden bei welchen er, in einem alten Kinderwagen sitzend, lauthals kundtat wenn es ihm zu langsam ging - an ausgebuddelte und lebendig verspeiste Krebse am Strand - an Sommerfell im Winter und Winterfell im Sommer - viele viele Haare überall dort, wo man sie nicht haben wollte - seine Vorliebe für Käse und dieses eine spezielle Körbchen.

Zwei schwere Operationen hat er nicht nur überlebt, sondern weg gesteckt, als wäre nichts weiter gewesen. Den Verlust seines Beines nahm er maximal zur Kenntnis, bevor der Alltag wieder Einzug erhielt. Er war klein, zäh, stark und stolz.

Ursprünglich "nur" als Pflegehund gedacht, nistete er sich binnen weniger Tage ein - und blieb vier ganze Jahre. Siebzehn Lenze zählte er heute, sicher ereignisreiche und abenteuerliche Jahre. Langweilig sind andere - er war es sicher niemals!

Wir trauern um Johnny (the) Walker, die kleine Mistbratze, unseren "Klumpen". Er war ein Krieger - bis zum letzten Tag. Weder der Krebs noch sein schweres Herzleiden konnten ihm etwas anhaben. Er ist gegangen, als er es für richtig hielt, diese Welt zu verlassen.

Machs gut Johnny, wir werden Dich vermissen und uns immer lebhaft und mit einem Lächeln im Gesicht an Dich erinnern.

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